|
|
FLL 2007 - Power PuzzleBerichte über die FIRST LEGO League
Lego-Steine erwecken Roboter zum LebenSchüler-AG am Max-Planck-Gymnasium bastelt für weltweiten Technologie-Wettbewerb - Regionalentscheid in Rockenhausen Von unserer Mitarbeiterin Kirsten Fitzke Sie sind bunt und bieten unendliche Möglichkeiten. Häuser, Straßen und Autos entstehen, wenn die kleinen Steinchen richtig zusammengesetzt werden. Doch Lego ist längst nicht nur etwas fürs Kinderzimmer. Am Max-Planck-Gymnasium trifft sich eine Arbeitsgemeinschaft, um aus den bunten Steinen Roboter zu bauen, nut denen die Schüler am weltweiten Wettbewerb „First Lego League“ teilnehmen. „Viele wissen überhaupt nicht, was wir hier machen und denken, wir spielen nur mit Lego“, berichtet der Leiter der Gruppe, Nico Geiß, über seine Mitschüler. Er besucht die zehnte Klasse des Gymnasiums und trifft sich mit einem Dutzend weiterer Schüler der fünften bis elften Jahrgangsstufe einmal die Woche in der Physiksammlung, um Roboter aus den Spielzeugsteinen zu konstruieren und sie zu programmieren. Die Gruppe arbeitet vollkommen eigenständig an ihrem Projekt. „Wir haben den Schülern einen großen Vertrauensvorsprung gegeben“, sagt Helmuth Keller, stellvertretender Schulleiter. Doch das selbstständige Arbeiten funktioniere prima, so dass Keller die hier erworbene Sozialkompetenz der Schüler für wichtiger erachtet als den Wissensgewinn im technischen Bereich. Das Engagement der Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft sei groß, lautet die Erfahrung des stellvertretenden Schulleiters: „Sogar in den Herbstferien haben sie sich an acht Nachmittagen fünf Stunden hier getroffen.“ Einige der Schüler, wie der 15-jährige Bernhard Wendel, tüfteln bereits seit zwei Jahren an ihren Robotern, wobei sie von der Firma SAP finanziell unterstützt werden. Für ihre Teilnahme am Regionalentscheid „First Lego League“. der am 14. November im nordpfälzischen Rockenhausen stattfindet, haben sie zum Thema „Erneuerbare Energien“ gearbeitet. An 15 Stationen, die das Motto der Veranstaltung spielerisch aufgreifen, müssen programmierte Aufgaben in weniger als drei Minuten erledigt werden. Hierfür haben die Schüler einen Roboter mit einem großen Fangarm gebaut. Mit ihm werden Gegenstände wie beispielsweise Fässer über ein Spielfeld transportiert. Der Roboter erledige seine Aufgaben mit einer Erfolgsquote von über 90 Prozent, ziehen die Schüler Bilanz. Bei diesen Ergebnissen ist Nico Geiß zuversichtlich, dass sein Team die Qualifikation für das Deutschlandturnier des Wettbewerbs schafft. Wenn das klappt, wäre das erklärte Ziel der Roboterexperten die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im amerikanischen Atlanta. Zunächst muss aber in Rockenhausen der Roboter aus Ludwigshafen den vorgegeben Parcours möglichst fehlerfrei absolvieren. Und dann hat auch noch das einzige Mädchen in der Arbeitsgemeinschaft ihren großen Auftritt. Die 13-jährige Celina Geiß wird einen Vortrag halten, der sich mit dem Energieverbrauch eines beliebigen Hauses am Wohnort der Teilnehmer beschäftigen soll. Celina hat sich für die BASF entschieden. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe hat sie auch eine Idee entwickelt, wie das Chemieunternehmen den Stromverbrauch senken kann: In die vielen Schornsteine auf dem Werksgelände müssten Turbinen eingebaut werden, mit denen Strom für die Deckenbeleuchtung erzeugt werden kann.“ (Artikel aus der RHEINPFALZ vom 06.11.2007)
Wettbewerb: FIRST LEGO League 2007Dieses Jahr nahm unsere Robotik AG, nun schon zum dritten Mal, an der Regionalausscheidung der FIRST LEGO League (FLL) in Rockenhausen teil und schaffte es sogar bis ins Halbfinale. In der Unterkategorie „Roboter Design“ erreichten wir den 3. Platz. Die FLL ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heran führen möchte. Sie ist 1998 in den USA, aus der Zusammenarbeit der LEGO Company und der FIRST (For Inspiration and Recognition of Science and Technology ), entstanden. In Deutschland ist die Teilnahme daran seit 2001 möglich. Teilnahmeberechtigt sind Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren. Wie jedes Jahr steht der Wettbewerb unter einem bestimmten Motto. Dieses Jahr lautete es „Power Puzzle“, wobei die Verwendung und Erforschung alternativer Energiequellen im Mittelpunkt stand. Diese werden nämlich in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, da die fossilen Energieträger bald aufgebraucht sind. Nach Bekanntgabe der Aufgaben Anfang September, hat man 3 Monate Zeit, die gestellten Aufgaben zu lösen. Von einer Jury werden sowohl Punkte für das soge-nannte „Robot-Game“, als auch für die 5-minütige Forschungspräsentation zum Thema alternative Energien vergeben. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt den Wettbewerb und darf sich dann beim gesamtdeutschen Wettbewerb bewähren. Der Bundessieger hat dann die Chance sein Können in den USA unter Beweis zu stellen. Für das „Robot-Game“ konstruierte jedes Team einen eigenständig agierenden Ro-boter aus LEGO Mindstorms Teilen, der dann auf einem vorgegebenen Spielfeld Aufgaben aus der Umwelt, alternativen Energien und Rohstoffförderung lösen musste, die dort verkleinert nachgebaut waren. Nachdem wir letztes Jahr Probleme mit den Akkus, sowie ein Getriebeschaden unseres Roboters hatten, verloren wir vile Punkte und schafften es leider nicht in die nächsten Runden. Dieses Jahr konnten wir mit dem neuen NXT System arbeiten, wodurch wir diese Probleme nicht mehr hatten. So schafften wir es dann bis ins Halbfinale und hätten fast auch das Finale erreicht. Nicht ganz so gut hingegen lief es bei unserer Forschungspräsentation, in der wir uns mit der Erzeugung von Energie mithilfe von alternativen Energiequellen beschäftigten. Unser Vorschlag, in Schornsteine der BASF große Turbinen einzubauen, die sich durch den aufsteigenden Rauch drehen und als riesige Dynamos Strom erzeugen, kam bei der Jury leider nicht so gut an. Überrachenderweise, fand die BASF unsere Idee gut, da sie „schon heute stark in die Gas-Turbinen-Technologie für die Stromerzeugung involviert“ ist. Trotzdem werden wir nicht aufgeben und auch im Jahr 2008 wieder dabei sein und unser Bestes geben. (Bericht von Nico Geiß) |
|||||
| Robotik AG des Max-Planck-Gymnasiums in Ludwigshafen am Rhein | ||